Verschluss von Wanddefekten (PFO-Verschluss, ASD-Verschluss)
Viele Menschen haben bereits von Geburt an ein kleines Loch (Defekt) in einer der Herzscheidewände, ohne dies zu wissen (offenes Foramen ovale (PFO), Vorhofseptumdefekt (ASD), Ventrikelseptumdefekt (VSD). In der Regel kommt es hierdurch im Laufe des Lebens zu keinen Beschwerden, so dass ein derartiger Defekt oftmals lebenslag unentdeckt bleibt. In einigen Fällen kann es jedoch zu einer Verschleppung von Blutgerinseln aus dem venösen System in das arterielle System des Gehirns kommen (paradoxe oder gekreuzte Embolie), so dass eine Durchblutungsstörung im Gehirn (TIA, Schlaganfall) die Folge ist. In anderen Fällen kann es insbesondere bei größeren Defekten zu Störungen im Bereich des Herzkreislaufs kommen, so dass eine eingeschränkte körperliche Belastbarkeit auftritt. Selbst ein Zusammenhang der Migräne mit derartigen Defekten ist möglich.

Früher musste zum Verschluss solcher Defekte eine Operation am offenen Herzen durchgeführt werden. Seit einigen Jahren gibt es jedoch die Möglichkeit, diese Behandlung auch minimal-invasiv mittels Kathetertechnik durchzuführen. Diese Technik stellt heutzutage die Standardtherapie bei Wanddefekten im Herzen dar und wird an erfahrenen Herzzentren durchgeführt. Dabei wird mittels Katheter ein kleiner Schirm aus einem Metallgeflecht eingebracht, der das Loch in der Herzwand von beiden Seiten verschließt.

Mit Prof. Dr. med. Thomas Ischinger steht ein außergewöhnlich erfahrener Interventionskardiologe für diese Art von Eingriffen zur Verfügung. Er führt die minimal-invasive Behandlung persönlich bei allen Patienten in den hochmodernen Herzkatheterlaboren des Isar-Medizin-Zentrums durch. Bei einem derartigen Eingriff muss der Patient mit einer Krankenhaus-Aufenthaltsdauer von ca. 2-3 Nächsten rechnen.